St. Martin von aussen

St. Martin, Lahnstein

Der Kirchort St. Martin, Lahnstein umfasst die Ortsteile Oberlahnstein, Friedland, Friedrichssegen und Lahnstein auf der Höhe mit insgesamt ca. 5.500 Katholiken.
Die Geschichte unserer Pfarrkirche erzählt von vielen Veränderungen unserer Gemeinde, die sich in umgesetzten Erweiterungen und Umgestaltungen innerhalb des Kirchenraums widerspiegeln. Außen renoviert und innen renovierungsbedürftig sind wir gespannt auf die kommenden Veränderungen.

DSC05614St. Barbara, Lahnstein

Zu unserem Kirchort gehören drei Kirchen: die Kirche St. Barbara, die Johanniskirche und die Allerheiligenbergkapelle.

Um die St. Barbara-Kirche sind die Kindertagesstätte, die Katholische Öffentliche Bücherei und die Jugendräume sowie das Pfarrhaus gruppiert.

Heilig Geist Altarraum 2

Heilig Geist, Braubach

Am 9. Mai 1970 wurde die Heilig-Geist-Kirche in Braubach von Herrn Bischof Wilhelm Kempf dem „Heiligen Geist" geweiht. Symbolisch sind die sieben Gaben des Heiligen Geistes auf der zum Rhein weisenden Außenseite der Kirche dargestellt. Unser Kirchort bildet sich aus den Orten Braubach, Hinterwald und Dachsenhausen und zählt zur Zeit 1.351 Katholiken.

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Filialgemeinde Friedrichssegen

Die Mitglieder des neuen Ortsausschusses Friedrichssegen sind:

  • Rosel Ardelt
  • Tobias Baum
  • Susanne Breitenbach
  • Ursula Kneuper
  • Robert Lutje (2. Vorsitzender)
  • Regina Welsch
  • Carmen Werner
  • Rainer Witt
  • Karoline Witt
  • Elmar Witt (1. Vorsitzender) 

„Kapellenweihe in Friedrichssegen" titelte das Nassauer Volksblatt am 10. Oktober 1938. Die neu errichtete Kirche wurde von Dekan Menges unter Assistenz von
Pfarrer Gersbach (Oberlahnstein), Pfarrer Schmidt (Braubach) und dem ständigen Seelsorger Pater Ignatius (Johanniskloster) eingeweiht.
Ein Jahr zuvor, an Pfingsten 1937, wurde neben der Volksschule der Grundstein für diesen Kirchenneubau gelegt. Er war notwendig geworden, weil die seit 1889 bestehende Simultankirche im Ortsteil Kölsch Loch infolge der Stilllegung des Bergbaus 1913 nicht mehr als Kirche genutzt, in einen trostlosen Zustand verfallen und schließlich 1937 gesprengt worden war. Infolge der Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg wurden die leerstehenden Wohnungen in der Grubenkolonie von der Stadt Oberlahnstein aus vermietet. Da nun über 360 katholische Einwohner dort wohnten, musste wieder für regelmäßigen Gottesdienst gesorgt werden. Ab 1923 wurde der Gottesdienst alle 14 Tage im Schulsaal am Tagschacht, seit 1930 jeden Sonntag im Klassenraum der Oberstufe der Volksschule abgehalten.
Das Baugrundstück wurde 1936 von der Stadt Oberlahnstein erworben.
Die Katholische Kirchengemeinde Friedrichssegen gehörte erst seit 1934 zu Oberlahnstein (7255 Katholiken). Vor der „Umpfarrung" gehörte sie zu Braubach. Die Kirche wurde für 17040 RM veranschlagt und für 17154,77 RM von der Bauunternehmung Anton Geil, Oberlahnstein, errichtet. Die Mittel zum Kirchenneubau hatte der Bonifatiusverein flüssig gemacht. Die geringen Mehrkosten in Höhe von 114,54 RM wurde durch das Bistum Limburg abgedeckt. Die Pläne entwarf Architekt Weyres aus Bad Ems.
Für die einschiffige Kirche mit Dachreiter waren 105 Sitzplätze für Erwachsene und 54 Plätze für Kinder vorgesehen. In einem Anbau wurde die Sakristei untergebracht. Der Kirchenbau ist unterkellert und hat im 1. Obergeschoss einen Aufenthaltsraum für einen Geistlichen.
Trotz aller Maßnahmen der Nationalsozialisten wurden die drei Fenster mit Darstellungen der hl. Barbara, dem hl. Josef und dem hl. Bonifatius vom planenden Kirchenvorstand in Auftrag gegeben. Diese Fensterbilder zeugen heute noch von der Frömmigkeit der Bürger.
Im Jahre 1950 erhielt sie das eicherne Holzrelief „Vom guten Hirten", hergestellt von Pit Henrich, gefertigt von der Schreinerei Baxhenrich -Bertram in Niederlahnstein. Von Henrich stammen auch das Altarkreuz (1936) und die Muttergottes-Statue (1948). Zwei eigene Glocken erhielt die Kirche im Jahre 1947, die von Hand bedient wurden.
1969 wurde der Chorraum neugestaltet: Im Zuge des Reformdenkens nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil erhielt sie einen neuen Altar „zum Volk hin". Aus Rotsandstein in T-Form mit rauem Schliff wurde er von Johannes Meuser entworfen und errichtet. Die Kanzel wurde abgerissen. Die Kirche bekam eine Holzdecke.1954 wurde der Friedhof, 1974 ein Gemeindezentrum direkt bei der Kirche eingeweiht. 1994 erhielt die Kirche schließlich eine neue Orgel. (Auszug aus Rhein-Lahn-Kurier Nummer 40 vom 05.10.2012)

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