Kategorien &
Plattformen

Auf dem Weg zur Pfarrei neuen Typs

Auf dem Weg zur Pfarrei neuen Typs
Auf dem Weg zur Pfarrei neuen Typs
© pixabay frei verfügbar

Immer auf dem neuesten Stand

Hier kommen Sie zu unserem Newsletter, der immer aktuell über den Fusionsprozess berichtet.

Fusionsprozess gestartet

Heimat und Weite- eine Herausforderung an die Pfarrei neuen Typs!

Wie verläuft der Prozess zur Fusionierung der beiden Pfarreien ?

Am Dienstag, 6. Oktober 2020 fand das sogenannte Auftaktgespräch für die Fusion der Pfarreien statt. Beide Pfarrgemeinderäte  wurden an diesem Abend durch Daniel Rick, Leiter der Abteilung Entwicklung der Pastoral, Achim Zenner, Abteilungsleiter der Stabsstelle Pfarreiwerdungsprozess im Bistum Limburg sowie Stefan Geller, Bezirksreferent über die Vorgehensweise zur Fusionierung der Pfarreien informiert. Gemeinsam konnte so eine Zeitleiste erstellt werden, die mit einzelnen Meilensteinen den Pfarreiwerdungsprozess festlegt. Mit Auftaktgespräch wurden Projektgruppen gebildet, die sich mit konkreten Fragen der Pfarreiwerdung beschäftigen: „Zentrales Pfarrbüro“ – „Finanzen und Verwaltung“ – „Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit“- „Entwicklung der Pastoral/Gemeinde“. Alle erarbeiteten Vorschläge werden der Steuerungsgruppe vorgelegt, die diese in einem Redaktionsentwurf für die gemeinsame Gründungsvereinbarung aufnimmt. Der Steuerungsgruppe gehören die Vorstände beider PGRs sowie zwei Vertreter der beiden Pastoralteams, Brigitte Herget, Verwaltungsleitung und Stefan Geller, Bezirksreferent an. Die Leitung obliegt Pfarrer Armin Sturm.Am Ende der Redaktionsarbeit im Juli 2021 wird die Gründungsvereinbarung dem Bischöfliche Ordinariat zur Prüfung vorgelegt. Nach Einarbeitung der Rückmeldungen und der Anhörungsphase wird die Gründungsvereinbarung dann im Herbst 2021 unterzeichnet.  

 

Welche Vorschläge wurden bisher von der Lenkungsgruppe den Pfarrrgemeinderäten unterbreitet?

In einem ersten Schritt wurden verwaltungstechnische Vorschläge, die aus der Arbeitsgruppe „Zentrales Pfarrbüro“ und der Steuerungsgruppe erarbeitet worden waren, an die beiden Pfarrgemeinderäte St. Martin Bad Ems/Nassau und Sankt Martin Lahnstein weitergeleitet und dort in jeweils einer Sitzung diskutiert.

Es werden zwei Pfarrbüros bestehen bleiben, die jeweils mit Dienstsitzen von Seelsorger*innen und Mitarbeiter*innen verbunden sind. „ Auf diese Weise können vor Ort seelsorgliche Anliegen aufgegriffen und wichtige Anfragen an das Pfarrbüro, wie zum Beispiel Tauf-und Trauanmeldungen, Messbestellungen, beantwortet werden. Auch haben Ehrenamtliche so ihre vertrauten Anlaufstellen zur Unterstützung ihrer Arbeit.“ Dies war beiden Gremien ein großes Anliegen. Umfangreiche Öffnungszeiten in beiden Pfarrbüros ermöglichen eine gute Begleitung der Menschen und eine hohe Erreichbarkeit der Mitarbeiter*innen. Konkret heißt das:

Der Sitz des Zentralen Pfarrbüros mit dem Schwerpunkt Buchhaltung und Verwaltung soll in Lahnstein sein. „Aufgrund der hier im Jahr 2013 vorgenommen umfangreichen Baumaßnahmen ist dieses Pfarrbüro technisch und räumlich sehr gut für die vielfältigen Aufgabe ausgestattet. Zudem sind so Dienstsitz des Pfarrers und Zentrales Pfarrbüro an einem Ort. Auch die Verwaltungsleitung, die ihr zugeordnete Mitarbeiterin und die Bürokoordinatorin haben ihren Dienstsitz hier.“ So begründet die Steuerungsgruppe ihren Vorschlag, dem beide Pfarrgemeinderäte zustimmten. Zusätzlich zu den oben aufgeführten Aufgaben werden im Zentralen Pfarrbüro in Lahnstein noch die Kirchenbücher geführt werden

Da die neue Pfarrei ein sehr großes Gebiet umfasst, und damit die Menschen möglichst auf kurzen Wegen ihre Anliegen vorbringen können, wird in Bad Ems eine gutausgerüstete Außenstelle im dortigen Pfarrbüro eingerichtet.

Eine andere wichtige Frage, die es zu klären galt, war die Frage nach der Pfarrkirche der neuen Pfarrei. Wo kann ihr Platz sein, dass sie auch eint und zusammenführt? Hierüber wurde ausführlich diskutiert: „Wir schlagen dem Bischof die Martinskirche in Bad Ems als Pfarrkirche vor. Sie liegt nahe an der Mitte unserer neuen Pfarrei und in der Kreisstadt Bad Ems, die für die Region eine wichtige Bedeutung hat. Zudem soll hier auch der Dienstsitz des Bezirkskantors sein, der durch kirchenmusikalische Veranstaltungen dem Kirchort eine besondere Profilierung gibt.“ Die Kirche Sankt Martin Lahnstein soll eine herausgehobene Nennung mit einer Zentralfunktion erhalten. So findet hier jeden Sonntag um 10.00 Uhr eine Eucharistiefeier statt; die Kirche wird aus dem Rotationsprinzip der Gottesdienste herausgenommen.

Wie soll die neue Pfarrei heißen? Es galt es dann einen Namen für die neue Pfarrei festzulegen, der sowohl die Geschichte beider Pfarreien aber auch den neuen Anfang in sich vereint. Verbindend für beide Pfarreien ist der Heilige Martin, und er ist ein gutes Vorbild für die pastorale Arbeit. Er war durch das Leben in einer kleinen Ordensgemeinschaft heimatverbunden aber durch sein Bischofamt auch weltoffen und viel unterwegs. So verbindet er Heimat und Weite. Aber beide Pfarreien haben noch eine weitere Verbindung, die im Wirken der Arnsteiner Patres begründet ist. Sowohl in Lahnstein als auch in Arnstein hatte der Orden eine Niederlassung und die Patres waren hier segensreich am Werk. „Der Heilige des Ordens, Damian de Veuster, ist ohne Vorbehalte und mit einem großen Herzen den Menschen seiner Zeit begegnet und hatte keinerlei Berührungsängste. Diese Offenheit und Nähe sind Haltungen, die wir für die Pfarreiwerdung unbedingt benötigen; wir können uns deshalb sehr gut an dem heiligen Damian orientieren können.“

 

Diese Sichtweise erläuterte Clemens Klaedtke im Gespräch der Steuerungsgruppe und beide Pfarrgemeinderäte konnten sich gut hier anschließen. So soll die neue Pfarrei den Namen tragen: „Pfarrei St. Martin und Damian Rhein-Lahn“. Wie dieses Votum und das zur Pfarrkirche in Bad Ems genau umgesetzt werden kann, wird mit den zuständigen Stellen im Bischöflichen Ordinariat weiter besprochen. Letztendlich liegt die Entscheidung bei Bischof Georg.

Mit diesen Vorschlägen sind wichtige Meilensteine auf dem Weg der Pfarreiwerdung erreicht worden. Weitere werden folgen und auch die Inhalte und Schwerpunkte der pastoralen Arbeit werden nun Schritt für Schritt zusammengetragen. Hierüber erfolgt in Kürze ein weiterer Bericht.

 

 

 

Aktuelle Informationen zum laufenden Fusionsprozess werden auf dieser Seite immer ergänzt. Über die Pfarrei St.Martin Bad Ems/Nassau können Sie sich hier informieren.

 

 

Der gemeinsame Pfarrgemeinderat tagt online

© W.Krebs/Lahnstein

Bericht aus der ersten gemeinsamen Pfarrgemeinderatsitzung am 4.5.2021

Pfarrgemeinderäte Bad Ems / Nassau und Lahnstein bereiten Fusion vor.

Bildung einer katholischen Großpfarrei neuen Typs von Arnstein bis Lahnstein – Tagung per Videokonferenz

Die katholischen Pfarreien St. Martin Bad Ems / Nassau und St. Martin Lahnstein fusionieren zu einer neuen Großpfarrei zum 01. Januar 2022. Viele Stunden Arbeit im Hintergrund wurden von den bisherigen einzelnen Ausschüssen, Pfarr- und Verwaltungsräten, Arbeitsgruppen und Hauptamtlichen schon investiert, bevor es eine erste gemeinsame Sitzung der Pfarrgemeinderäte zur Beratung der „Vereinbarung zur bischöflichen Entscheidung über die Neuordnung der Katholischen Pfarreien St. Martin Bad Ems / Nassau und Sankt Martin Lahnstein“ kam. Der erste Teil konnte dann auch unter Pandemiebedingungen mit einer Videokonferenz bis auf wenige Änderungswünsche festgelegt werden. So wird die neue Pfarrei den Namen „St. Martin und St. Damian Rhein-Lahn“ tragen, in Anlehnung auf den bisherigen Heiligen Martin, den beide Pfarreien ja besaßen. Den heiligen Damian (de Veuster), der ja der Ordensgemeinschaft der Arnsteiner Patres angehört hat, in den Namen aufzunehmen, war beiden Räten ein Bedürfnis, weil die Arnsteiner Patres in den fast 100 letzten Jahren in der Region zwischen Obernhof und Lahnstein sehr segensreich gewirkt haben und hierfür galt es, ein Zeichen zu setzen und daran bei der Neugründung zu erinnern.

Beide Pfarrgemeinderäte sind sich einig, dass die Kirche vor Ort als Ansprechpartner sehr wichtig ist. Es wird weiterhin versucht, ein flächendeckendes Angebot für die Gläubigen zu bieten. Im Laufe der Zeit werden immer wieder Veränderungen notwendig sein und alternative Gottesdienstangebote durch hauptamtliche pastorale Mitarbeiter*innen und engagierte Ehrenamtliche und entwickelt werden. Hier wird auch die Lokale Kirchentwicklung eine wichtige Rolle spielen. Die Ortsauschüsse sollen mit eigenen Kompetenzen und Freiräumen ausgestattet werden. Die Büros bleiben in Lahnstein und Bad Ems erhalten, wobei der Sitz des Zentralen Pfarrbüros in Lahnstein und die Pfarrkirche der neuen Pfarrei die St. Martin Kirche in Bad Ems ist, da diese relativ zentral in der Mitte der Pfarrei und auch in der Kreisstadt liegt.

Weiterhin sind noch einige Detailfragen zu klären, die dann in der nächsten Sitzung nach Tagung der Lenkungsgruppe wiederum beraten und beschlossen werden. Ob dies vielleicht schon wieder in einer Präsenzsitzung erfolgen kann, wird sich dann zeigen. Dennoch scheint der Zeitplan bis zum Jahresende haltbar, um die Gründungsvereinbarung dem bischöflichen Ordinariat in Limburg vorlegen zu können und dann die Urkunde für die Errichtung der neuen Pfarrei zu erhalten.

Bericht zur 2. gemeinsamen PGR-Sitzung am 15. Mai 2021

Fusionsvereinbarung ist im Entwurf fertig

2. gemeinsame Sitzung der Pfarrgemeinderäte Bad Ems / Nassau und Lahnstein zur Fusion für 2022; Logo wurde vorgestellt


Das Logo der neuen Pfarrei St. Martin und St. Damian Rhein-Lahn, dass einstimmig von den beiden Gremien genehmigt wurde.

Zu einer weiteren gemeinsamen Sitzung haben sich die Pfarrgemeinderäte von Bad Ems / Nassau und Lahnstein per Videokonferenz getroffen. Ziel war die Fertigstellung des Entwurfes der Fusionsvereinbarung zur Pfarreiwerdung der neuen Pfarrei St. Martin und St. Damian Rhein-Lahn. Durch gute Vorarbeit in den Arbeitsgruppen gab es nicht viel Diskussionsstoff. Wie bereits berichtet wird die Kirche St. Martin in Bad Ems die neue Pfarrkirche, das Zentrale Pfarrbüro und der Dienstsitz des Pfarrers sind in Lahnstein angesiedelt. Im Pfarrbüro in Bad Ems verbleibt eine gut ausgestattete Außenstelle.

Die beiden Heiligen St. Martin und St. Damian wurden ganz bewusst gewählt. St. Martin ist der Name beider „alten“ Pfarreien und bedeutet Vertrautheit und Heimat. Der Hl. Damian als Pater der Ordensgemeinschaft vom Heiligsten Herzen Jesu und Mariä ist einerseits der „neue Heilige“, anderseits aber trägt auch er Vertrautheit und Heimat durch das Wirken der Arnsteiner Patres in beiden Pfarreien in sich. Der hl. Martin hatte als Bischof die Aufgabe, ganz verschiedene Gemeinden mit ihren Traditionen und Geschichten in seinem Bistum unter einen Hut zu bekommen, also den Blick für das große Ganze zu wahren. Der hl. Damian war vor Ort aktiv und sorgte dort für die Menschen. So gab er der Kirche vor Ort ein Gesicht. Und beides wird auch in der neuen Pfarrei wichtig sein: Das große Ganze und die Kirchorte mit ihren eigenen Prägungen.

Das neue Logo der Pfarrei lässt sich wie folgt beschreiben: Zwei Flüsse prägen das Landschaftsbild der neuen Pfarrei; Rhein und Lahn finden sich in zwei schwungvollen blauen Linien wieder. In ihrer Mitte ein grüner Kreis, unterbrochen von einem weißen Kreuz. Die Landschaft auf dem Gebiet der neuen Pfarrei lädt immer wieder dazu ein, in Gottes Schöpfung unterwegs zu sein. Einheimische und (Pilger)Gäste begegnen sich hier und erleben die Natur auf vielfältige Weise.

Die Farbe Grün als Symbol für das Leben erinnert daran, dass sich die Pfarrei dem Schutz und der Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. Der Kreis verdeutlicht die Welt und die Christen mit ihrem Auftrag als Teil davon. Das Kreuz selbst steht für das Zeichen des Glaubens, mit Jesus Christus und dem Evangelium als Fundament.

Die Vereinbarung und das Logo wurden von beiden Pfarrgemeinderäten einstimmig beschlossen. Sicherlich ein starkes Signal für die zukünftige Zusammenarbeit. Die beiden Vorlagen gehen jetzt nach Limburg zur Genehmigung. Während sich der Pfarrgemeinderat in der neuen Pfarrei durch alle Mitglieder der bisherigen Pfarreien zusammensetzt bis zur Neuwahl im November 2023, muss der Verwaltungsrat innerhalb der ersten 3 Monate 2022 neu gewählt werden. Er wird dann aus 14 Mitgliedern bestehen.

Pfarrer Armin Sturm gab bekannt, dass es schon einen Termin für den Neugründungsgottesdienst mit Bischof Dr. Georg Bätzing gibt. Dieser Gottesdienst wird am Sonntag, den 30.Januar 2022 sein. Hierbei werden die entsprechenden Dokumente zur Gründung übergeben und der Pfarrer der neuen Pfarrei ernannt. Ein Ereignis, das nicht jeden Tag stattfindet, weshalb versucht werden soll, diesen Gottesdienst allen Gläubigen auch online verfügbar zu machen.

Das Logo der neuen Pfarrei

Ein geistliches Wort zu Beginn des Fusionsprozesses

Bischof Dr. Georg Bätzing feierte zum Abschluss der Visitation am Sonntag, 8. November 2020 die Eucharistiefeier zum Patronatsfest. In seiner Predigt stellte er den Patron der Pfarrei und der Stadt Lahnstein in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen als einen guten Patron auf dem Weg der Fusionierung. Sie können die Predigt hier nachlesen:

Predigt von Bischof Dr. Georg Bätzing anlässlich des Patronatsfestes in Sankt Martin am 8.11.2020

Cookie Einstellungen

Statistik-Cookies dienen der Anaylse, indem Informationen anonymisiert gesammelt werden.

Anbieter:

Bistum Limburg

Datenschutz