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Pfarreiwerdung

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Auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft

dav

Am 1. Januar 2022 wird aus der Pfarrei Sankt Martin Lahnstein und St. Martin Bad Ems/Nassau eine neue Pfarrei.  Bis dahin ist es noch ein Stück Weg, aber dieser muss so vorbereitet sein, dass möglichst viele Gemeindemitglieder aus beiden Gemeinden diesen Weg gut mitgehen können. Aus diesem Grund trifft sich regelmäßig der Arbeitskreis „Fusion“ unter der Moderation von Herrn Stefan Geller, Bezirksreferent des Bezirks Rhein-Lahn. Vertreter der synodalen Gremien, aus den Pastoralteams kommen zusammen mit Pfarrer Armin Sturm zu Gesprächen zusammen, um die Sachverhalte zu sondieren.

Ein erstes konkretes Ergebnis dieser Gespräche sind die beiden Erkundungsfahrten durch beide Pfarreien. Den Auftakt macht die Pfarrei St.Martin Bad Ems/Nassau. Am 27. Oktober geht es mit einem Bus auf die „große“ Reise durch das Nassauer Land. „Bevor man  eine dauerhafte Bindung eingeht, sollte man sich kennenlernen.“ Mit diesen Worten laden die Organisatoren die Mitglieder der Gremien und der Pastoralteams beider Pfarreien ein. Wer Interesse hat, an dieser Erkundungsfahrt teilzunehmen, melde sich bitte im Zentralen Pfarrbüro St.Martin, Bad Ems/Nassau; Telefon: 02603 936920

Die Erkundungsfahrt durch die Pfarrei Sankt Martin Lahnstein wird im Frühjahr 2019 stattfinden.

Kennenlernen kann man die Nachbarpfarrei St. Martin Bad Ems/Nassau aber auch schon einmal durch einen Besuch ihrer Homepage

Auf unserer Seite hier werden wir Sie weiterhin über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Bericht der Pfarreierkundung am 28.10.2018
Einladung zur Rundfahrt durch die Pfarrei Sankt Martin Lahnstein

Bericht über die Erkundungsfahrt durch die Pfarrei Sankt Martin Lahnstein am 25. Mai 2019

Pfarreierkundung Teil 2- St. Martin Bad Ems/Nassau war zu Gast bei Sankt Martin Lahnstein

 

Die Gremien, Ortsauschüsse und Interessierte beider Pfarreien waren eingeladen, sich gemeinsam die Pfarrei Sankt Martin Lahnstein anzuschauen. Startschuss war im Pfarrzentrum Heilig Geist, Braubach, wo der dortige Ortsauschuss die Gäste herzlich willkommen hieß. Als Einstieg in das Kennenlernprogramm hatte Helmut Bach, Verwaltungsrat Sankt Martin Lahnstein, eine Präsentation vorbereitet, die alle aktuellen aber auch früheren Orte für gottesdienstliche Feiern in der Pfarrei aufzeigte. Von insgesamt  diesen vielen Kirchen, Kapellen und Andachtsräumen werden bis heute  9 Orte noch immer in diesem Sinn aufgesucht: Die Kirche Heilig Geist Braubach, die Pfarrkirche St. Martin, die Krankenhauskapelle, der Andachtsraum in pro seniore, die Kapelle im Altenzentrum St. Martin, die St. Barbara-Kirche, die Kapelle auf dem Allerheiligenberg und die Johanniskirche. Mit Hilfe dieser Präsentation hatten die Teilnehmer auch gleichzeitig einen guten Überblick über das gesamte Pfarrgebiet. Dass es im Kirchort Heilig Geist außer den regelmäßigen Gottesdiensten noch viel weitere Angebote und Begegnungsmöglichkeiten gibt, davon erzählte Brigit Damm, Vorsitzende des OA Heilig Geist. Von der Katholischen Öffentlichen Bücherei über die Kolpingfamilie und den Kirchenchor Cäcilia bis hin zu Seniorengruppen und den Ministranten ist es ein vielfältiges buntes Leben, das von den Ehrenamtlichen getragen und verantwortet wird. Wie es sich später auch in den beiden anderen Kirchorten zeigte, stellte sich auch in Heilig Geist die Frage, ob und was und wie dies in Zukunft wohl weiter gehen wird. Diese Frage verbindet alle Kirchorte in beiden großen Pfarreien und sie wird mit Blick auf die Fusion eine zukunftsfähige Antwort einfordern; keine leichte Aufgabe für die Gremien und Verantwortlichen der Pfarreien. Sie tauchte immer wieder an diesem Tag auf, denn die Informationen, die an den Kirchorten den Gästen gegeben wurden, machten deutlich, wie umfangreich noch das Leben vor Ort ist.

Von Braubach aus ging die Fahrt zum Pfarrzentrum St. Martin Lahnstein, wo nun der dortige Ortsauschuss Gastgeber war. Wolfgang und Conni Krebs informierten über die vielfältige Nutzung des Pfarrzentrums durch die Gruppierungen und Verbände, machten aber auch aufmerksam auf den Renovierungsstau des Hauses und damit verbundenen ausstehenden Arbeiten. Hier wäre einiges zu tun; jedoch müssen im Rahmen der Kirchlichen Immobilien Strategie, kurz KIS genannt, erst alle Gebäude und Kirchen der Pfarrei auf den Prüfstand hinsichtlich ihres Zustandes und Nutzung. Danach wird entschieden werden, was, wie weiter genutzt wird bzw. was aufgegeben werden muss. Auch dies verbindet beide Pfarreien auf ihrem Weg zur Fusion. Nach so viel Information und geistiger Nahrung war es Zeit für eine kräftige Stärkung. Beim gemeinsamen Mittagessen war Gelegenheit zum Austausch und Nachfragen. Dies wurde ausgiebig genutzt und die Gäste kamen pfarreiübergreifend miteinander ins Gespräch. Es tat gut, sich kennenzulernen, Ideen und Gedanken auszutauschen und vielleicht auch zu entwickeln. So gestärkt und motiviert ging es weiter nach St. Barbara. Der Ortsausschuss hatte in die Krypta eingeladen und begrüßte die Gäste mit einem geistlichen Impuls in Form von „Bibelkeksen“. Ähnlich wie bei den bekannten Glückskeksen fand sich hier in jedem Keks ein treffender Spruch, dieses Mal aus der Bibel. So manches Wort passte sehr gut zu dem Inhalt dieses Tages. Marion Gutwein und Marientraut Altmeier hatten eine Präsentation zur Arbeit des Ortsauschusses vorbereitet; Stephanie Schuh und Claudia Flach ergänzten die Informationen. An der Johanniskirche erwartetet Dr. Ralf Geis, Vorsitzender des Fördervereins Johanneskirche, die Besucher und informierte über Arbeit des Vereins und über die Johanniskirche.

Das Generationenprojekt Lahnstein, ansässig im Altenzentrum St. Martin, war die nächste Station der Besichtigungstour. Astrid Haderlein  informierte über Arbeit des Quartiermanagements für und mit der Stadt Lahnstein und ihren Vereinen und Einrichtungen; ein besonderer Punkt war die enge Zusammenarbeit mit der Pfarrei gerade auch im Bereich der Kirchentwicklung. Die beiden Mitarbeiterinnen des Generationenprojektes sind Mitglied des Pastoralteams und geben durch ihre sozialraumorientierte Arbeit wichtige Impulse für die Pastoral. Dies war für die Gäste der Pfarrei St. Martin Bad Ems/Nassau sicher eine neue Art der pastoralen Arbeit; sie kann die Vernetzung und Kooperation fördern und könnte im Rahmen der Fusion an Bedeutung gewinnen. Der Ortsausschuss St. Martin war dann am Ende der Rundfahrt erneut noch einmal Gastgeber und führte die Gruppe zunächst einmal in die Pfarrkirche St. Martin. Wolfgang Krebs, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates, und Pfarrer Sturm informierten über die geplante Innenrenovierung und die damit verbundenen Fragen.

Bei schönen Sonnenwetter ging es dann hinaus in den Pfarrgarten, wo Günter Krämer und Astrid Krämer vom Ortsauschuss St. Martin nun über die Arbeit und den Kirchort St. Martin berichteten.

 

Insgesamt war es ein anstrengender Tag mit einer Fülle an Eindrücken und Informationen, der jedoch in einer sehr herzlichen, offenen Atmosphäre stattfand. Gäste und Gastgeber verstanden sich gut und hörten einander interessiert und engagiert zu. Solche Treffen sind auf dem Weg zur Fusion sehr wichtig und hilfreich. Sie machen deutlich, dass alle gemeinsam als Christen unterwegs sind, ausgestattet mit vielen Gaben und Begabungen, verbunden durch  Gottes Wort und in seinem Auftrag gesendet, an Gottes Reich mitzubauen. Dass die Gemeinden nicht für sich selbst nur da sind,  dass es wichtig ist, über den Tellerrand hinauszuschauen, wer noch mit auf dem Weg ist und wo es Vernetzung und Kooperation geben kann, dass beide Seiten ab- und zugeben müssen und es dann nicht weniger aber anders werden wird, dies ist bei solchen Treffen zu spüren und zu erfahren. Und je mehr man sich kennt und je besser man miteinander vertraut ist, umso eher lassen sich auch schwierige Entscheidungen treffen und tragen.